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25.01.2015 - Thomas Krammer

83:76-Erfolg – WALTER Tigers schlagen erneut die MHP RIESEN Ludwigsburg!


TÜBINGEN – Zweiter Derby-Sieg für die WALTER Tigers Tübingen! Die Neckarstädter gewinnen in einer intensiven Partie vor 3132 Zuschauern in der ausverkauften Paul Horn-Arena mit 83:76 (33:27) gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg. Von Beginn an entwickelte sich ein packendes, kampfbetontes, aber auch hektisches Schwaben-Derby.

Nach einem nervösen Beginn kamen die Raubkatzen ins Laufen und erspielten sich bis zur Halbzeitpause eine knappe 33:27-Führung. Nach der Pause konnten die Tigers ihren Vorsprung verteidigen. Die Gäste aus der Barockstadt ließen jedoch nie locker und das Spiel war auch nach 30 Minuten ausgeglichen, sodass vieles wieder auf einen Thriller hindeutete. Doch im finalen Spielabschnitt fuhren die Tübinger dann ihre Krallen aus und gingen in der 38. Spielminute zum ersten Mal zweistellig in Führung. Diesen Vorsprung sollten sich die Raubkatzen auch von David John Kennedy (31 Punkte, 5 Rebounds) nicht mehr nehmen lassen und feierten einen letztendlich verdienten 83:76-Derbysieg gegen die MHP RIESEN.  


Zweiter Sieg gegen die RIESEN - die fünf wichtigsten Statistiken zum Spiel: 

Endergebnis: WALTER Tigers Tübingen - MHP RIESEN Ludwigsburg 83:76

Top-Scorer: Jimmy McKinney (19 Punkte) - David Kennedy (31 Punkte)

Top-Rebounder: Augustine Rubit (neun Rebounds) - Jon Brockman (elf Rebounds)

Ausgefoult: Steve Waleskowski (38. Minute) 

Head-to-Head - beide Mannschaften im direkten Vergleich:
WALTER Tigers (34 Rebounds/20 Assists/46 %FG/40 %3P/85 %FT) - MHP RIESEN (40 Rebounds/16 Assists/42 %FG/29 %3P/91 %FT)


Stimmen zum Spiel: 

Igor Perovic (WALTER Tigers Tübingen): „Das war heute ein sehr wichtiger Sieg für uns, da wir durch unsere verletzten Spieler in einer schwierigen Situation stecken. Wir mussten strategisch einiges verändern und das hat heute gut funktioniert. Ludwigsburg hat sehr organisiert verteidigt und waren gut auf uns vorbereitet. Für uns war das Spiel der richtige Schritt nach vorne."

John Patrick (MHP RIESEN Ludwigsburg): „Tübingen hat uns in vielen Phasen des Spiels dominiert. Besonders Augustine Rubit und Anatoly Kashirov haben uns heute viele Probleme bereitet. Außerdem haben wir Branislav Ratkovica nicht unter Kontrolle bekommen. Bei uns hat zwar David John Kennedy sehr gut gespielt, doch wir hätten mehr als diese One-Man-Show gebraucht. Insgesamt war es ein verdienter Sieg der Tübinger.“


Spielverlauf:

In ihr erstes Heimspiel der Rückrunde starteten die Tigers mit einer Aufstellung von Branislav Ratkovica, Jimmy McKinney, Julian Albus, Bogdan Radosavljevic und Anatoly Kashirov. Beide Mannschaften fanden nur mühsam in die Partie, Fehlwürfe und Ballverluste prägten die ersten Minuten, in denen sich die Ludwigsburger vor allem dank Liga-Topscorer David Kennedy eine kleine Führung erarbeiten konnten (5:0, dritte Minute). Erst in der vierten Minute konnten die Gastgeber durch Kashirov ihre ersten Punkte zum 2:5 erzielen, doch nachdem dieser Bann gebrochen war, lief es für die Mannschaft von Igor Perovic auf einmal hervorragend. Die Tübinger legten einen 10:0-Run hin und kontrollierten in der Folge die Partie. Die Antwort der MHP RIESEN ließ aber nicht lange auf sich warten. Die Barockstädter legten ihrerseits einen 8:2-Run hin und sorgten so in der achten Minute für die erste Tigers-Auszeit (12:13). Spätestens jetzt waren beide Teams endgültig auch mental in der Paul Horn-Arena angekommen und lieferten sich ein kämpferisches, ausgeglichenes Duell. Ein seltener Dreier von Kashirov zum 17:13 setzte nach intensiven zehn Minuten dann den Schlusspunkt des ersten Spielabschnitts.

Ins zweite Viertel starteten die Hausherren stark: Die Tübinger legten einen 4:0-Lauf aufs Parkett, der die Mannschaft von John Patrick nicht aus dem Konzept bringen sollte. So blieb die Partie weiter eng, mit einem leichten Vorsprung für die Neckarstäd ter. Als Michael Cuffee nach erfolgreicher Augen-OP und mit Sportbrille in der 14. Minute sein Comeback gab, lag dessen Team mit 23:20 in Front und in der punktearmen Begegnung zeichneten sich auf keiner Seite Vorteile ab. Im Mittelteil des Viertels waren viele Aktionen beider Mannschaften von Hektik geprägt. Eine offensive Schwächeperiode der Ludwigsburger nutzten die Raubkatzen, um sich erstmals leicht abzusetzen (28:20, 16. Minute). In der Schlussphase des ersten Spielabschnitts war es auf Seiten der Barockstädter Kennedy, der seine Mannschaft beinahe im Alleingang in der Partie hielt und zur Halbzeit mit 14 Punkten der Top-Scorer der Partie war. Mit einem 33:27-Vorsprung gingen die Tigers in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer im Tübinger Dschungel weiterhin eine Tigers-Mannschaft, die das Spiel kontrollierte. Als Konsequenz darauf drängten die Tigers nach vorne, knabberten beharrlich an der psychologisch wichtigen zehn-Punkte-Marke für ihre Führung und lagen nach einem technischen Foul von Ludwigsburgs Adam Waleskowski sowie nach einem Dreier von KcKinney jeweils schon mit neun Punkten vorne. Doch wirklich absetzen konnten sich die Unistädter nicht, ließen immer wieder Chancen liegen und die kämpferisch starken Ludwigsburger sogar wieder auf vier Punkte zum 45:41 herankommen (26. Minute), was Perovic zur ersten Auszeit des dritten Viertels veranlasste. Diese änderte allerdings nicht viel an den Kräfteverhältnissen, die Barockstädter hielten weiter mit allem was sie hatten dagegen, ließen starke Tübinger nicht davonziehen und so ging es mit einem knappen 55:51-Zwischenstand in den vielversprechenden Schlussabschnitt.

Überragender Endspurt der Raubkatzen

Ins letzte Viertel erwischten die Gäste eindeutig den besseren Start, vor allem dank eines jetzt dominierenden Kennedy. Als dieser in der 32. Minute mit dem 56:56 den Ausgleich erzielte, hatte der beste Werfer der Liga bereits 27 Punkte auf seinem Konto und Tigers-Trainer Perovic verlangte nach seiner nächsten Auszeit. Von einem Vorteil zugunsten der Tigers war in der nun völlig offenen Partie nichts mehr zu spüren, um jeden Korb entbrannte ein heftiger Kampf und dementsprechend wenige Würfe fielen nur noch. Als in der 35. Minute Ludwigsburgs Coach John Patrick nach einer Auszeit rief, stand eine knappe 61:60-Führung für die Gastgeber zu Buche, die sie im nächsten Angriff dank eines Kashirov-Korblegers sogar auf 63:60 ausbauen konnten. So gingen sie mit einer guten Ausgangsposition in die Schlussminuten. Diese nutzen die Neckarstädter auch: Ein weiterer Treffer von Kashirov und ein And-One von Rubit machten einen 7:0-Lauf perfekt und setzten die RIESEN unter enormen Druck (68:60, 36. Minute). Wiederum der in der zweiten Hälfte stark auftretende Rubit und Kashirov, unter anderem mit seinem zweiten Dreier der Partie, sorgten dafür, dass die Raubkatzen in den letzten Minuten nun davon zogen. Die Entscheidung fiel zwei Minuten vor dem Ende: Tigers-Kapitän Ratkovica zog ein unsportliches Foul von Waleskowski, verwandelte beide Freiwürfe sicher und baute die Führung der Raubkatzen auf 77:65 aus. Die Ludwigsburger bäumten sich in den letzten Sekunden zwar nochmal auf, doch der Tübinger Vorsprung erwies sich als zu hoch, sodass die Tigers am Ende den zweiten Sieg in Serie gegen die Barockstädter feiern konnten - 83:76.


Dschungelgeflüster - der etwas andere Blick auf das Spielgeschehen:

Wieder ausverkauft: Im zehnten Heimspiel der laufenden Saison war die Paul Horn-Arena bei der heutigen Partie gegen Ludwigsburg zum fünften Mal mit 3.132 Zuschauern ausverkauft. Der momentane Zuschauerdurchschnitt liegt mit 3.013 auch knapp über dem der Vorsaison (2.974). Aus Ludwigsburg sind heute ca. 300 Fans mitgereist und feuerten ihre Mannschaft im T übin ger Dschungel an.

Spät gezündet: Zu Beginn der Partie stockte der Offensiv-Motor der Raubkatzen etwas. Erst nach 214 Sekunden und bei einem 0:5 Rückstand erzielte Anatoly Kashirov nach einer Vorlage von Bogdan Radosavljevic die ersten Punkte für die WALTER Tigers. In den folgenden zwei Minuten drehte die Mannschaft von Igor Perovic das Spiel und führte 8:5, sodass John Patrick bereits sein erstes Timeout nehmen musste.

Johnson auf der Bank: Kerron Johnson, zweitbester Punktesammler der MHP RIESEN Ludwigsburg, konnte verletzunsbedingt das Schwaben-Derby nur von der Bank aus beobachten. Nach Angaben der RIESEN laboriert der 24-Jährige an einer Fußblessur. Der US-Amerikaner stand bisher in all seinen 17 Spielen in der Startelf und erzielte durchschnittlich 15,5 Punkte. 

Kashirov genäht: Anatoly Kashirov musste in der Halbzeit am Kinn genäht werden. Beim letzten Auswärtsspiel gegen Berlin erlitt der Russe bei einem Zweikampf eine Platzwunde am Kinn. Diese war beim heutigen Heimspiel wieder aufgegangen.

Gewohnt starker Kennedy: David John Kennedy hat heute gezeigt, warum er aktueller Top-Scorer der Beko BBL ist. Nach der ersten Halbzeit hatte der US-Amerikaner schon 14 Zähler auf seinem Konto - mehr als die Hälfte der insgesamt 27 Punkte der Truppe aus Ludwigsburg. Am Ende waren es sogar 31 Punkte, die Kennedy verbuchte. Daneben pflückte der 27-Jährige noch fünf Rebounds und holte vier Steals. 

Comeback von Cuffee: Beim Schwaben-Derby gegen die RIESEN feierte Michael Cuffee sein Comeback. Nach einer längeren Pause und erfolgreichen Augenoperation stand er heute etwas länger als elf Minuten auf dem Parkett. Zu Beginn trug er noch eine Schutzbrille, doch diese zog er schon nach knapp einer Minute wieder aus und spielte ohne sie weiter.


WALTER Tigers Tübingen (Niklas Pempe, Maurice Conjaerts) 


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24.01.2015 : 18:30 Uhr

Walter Tigers vs. MHP Riesen Ludwigsburg



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