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22.10.2014 - Thomas Krammer

Nachlese zur OB-Wahl in Tübingen: „Der passt eben zu uns!“


TÜBINGEN – Zahlreiche Medien, viele Wählerinnen und Wähler und auch die Kandidaten haben nicht damit gerechnet. In manchen Zeitungen und Onlinemedien war sogar davon zu lesen, dass Boris Palmer die Wahl zum Oberbürgermeister gegen Herausforderin Beatrice Soltys verlieren könne. Zumindest auf einen zweiten Wahlgang haben sich viele eingestellt. Doch Tübingen wählt anders: Mit 61,7 Prozent der abgegebenen Stimmen erreichte Boris Palmer im ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag nicht nur die erforderliche absolute Mehrheit, sondern schon fast eine Zweidrittelmehrheit.

„Der passt eben zu uns!“, kommentierte eine Wählerin am Wahlabend auf dem Tübinger Marktplatz das deutliche Ergebnis. Mit ihr waren mehrere Hundert Bürger/-innen auf den Tübinger Marktplatz gekommen um Boris Palmer zu gratulieren oder ein kleines Geschenk zu überreichen. Der alte und neue Oberbürgermeister der Universitätsstadt hatte kurz zuvor bei der Ergebnispräsentation in der Mensa Uhlandtraße, alle eingeladen mit ihm vor der Gaststätte Ranitzky auf dem Marktplatz zu feiern und allen ein Freibier versprochen. Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Verkehrsmister Winfried Hermann kamen zur Bürger-Wahlparty, um Boris Palmer zu gratulieren.

Gut für die Demokratie in der Stadt
Gefreut hat sich der wiedergewählte Boris Palmer nicht nur über sein Ergebnis und die vielen Glückwünsche, sondern auch über die hohe Wahlbeteiligung: „Besonders bedanken möchte ich mich bei den vielen Wählerinnen und Wählern. 55 Prozent, eine so hohe Wahlbeteiligung gibt es bei Oberbürgermeisterwahlen im Land nur selten. Das ist gut für die Demokratie in der Stadt. Da können wir alle stolz darauf sein.“ Ein besonderer Dank Palmers galt auch seinen Mitbewerbern. „Ich möchte mich auch bei den anderen Kandidaten und insbesondere bei der von der CDU-Fraktion und der FDP-Fraktion unterstützten Mitbewerberin, Frau Soltys, bedanken. Durch ihre Kandidatur und ihren engagierten Wahlkampf, hatten die Bürgerinnen und Bürger der Stadt eine echte Wahl. Auch das gibt es bei Oberbürgermeisterwahlen häufig nicht.“ Ein Wort hatte Oberbürgermeister Boris Palmer daher auch für diejenigen übrig, die ihn nicht gewählt haben: „Ich hab zur Kenntnis genommen, dass etwa ein Drittel mich nicht gewählt haben, weil sie mit dem Stil meiner Amtsführung nicht zufrieden sind. Ich verspreche, dass ich meine Macken abstellen werde – aber nur die schlechten nicht die guten!“

Schon wieder das Zepter in der Hand
Die Wahl gerade gewonnen, hat Palmer aber auch die Politik schon wieder im Kopf. „Wir brauchen jetzt schnell einen Asylgipfel, damit wir hier die vielen Flüchtlinge gut unterbringen und integrieren können. Ich werbe auch bei den Kreistagen dafür, dass sie der Regionalstadtbahn zustimmen. Und ich möchte bald wieder blau mache, denn der Klimaschutz ist eine Herzensangelegenheit von mir.“


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