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11.10.2015 - Thomas Krammer

Fataler Einbruch im zweiten Viertel – Walter Tigers unterliegen gegen Bremerhaven mit 72:89


TÜBINGEN – Ernüchterung im Dschungel: Die WALTER Tigers Tübingen mussten sich nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit (29:51) im Heimspiel gegen die Eisbären Bremerhaven deutlich mit 72:89 geschlagen geben. Vor 2850 Zuschauern in der Paul Horn-Arena starteten die Schwaben zwar furios in die Partie, danach sollte jedoch nichts mehr funktionieren.

Sowohl offensiv als auch defensiv wirkten die Raubkatzen überfordert und gerieten Punkt für Punkt ins Hintertreffen. In der zweiten Hälfte zeigte die Mannschaft von Head Coach Igor Perovic dann zwar nochmals mehr Biss, konnte den hohen Rückstand aber nicht mehr wettmachen. „Die Eisbären haben heute einfach besser als wir gespielt. Sie haben mehr Energie auf das Parkett gebracht und das hat heute den größten Unterschied gemacht. Mit so vielen Fehlern in der ersten Halbzeit haben wir es uns sehr schwer gemacht", zeigte sich Perovic enttäuscht. Bester Werfer auf Seiten der Raubkatzen war Vladimir Mihailovic mit 22 Punkten. Für die Gäste aus dem Norden erzielte Jerry Smith starke 30 Zähler.


Der Spielverlauf:

Die Tübinger starteten auch stark in ihr zweites Heimspiel der Saison. Wie schon gegen Göttingen war es Mahir Agva, der die ersten Punkte aufs Scoreboard brachte. Direkt im nächsten Spielzug setzte er sich wieder gegen seinen Verteidiger aus Bremerhaven durch und die Tigers lagen mit 5:0 in Front. Doch dann schalteten die Eisbären aus dem Norden einen Gang höher. Nach zwei Minuten netzte der US-Amerikaner Kyle Fogg für die Eisbären zum ersten Mal ein. Jerry Smith legte kurz darauf mit zwei Freiwürfen nach und der Tübinger Vorsprung war dahin. Nach den ersten beiden Minuten ging es hin und her, bis die Eisbären nach sieben Minuten und einem Lauf mit Punkten von Smith, Fogg und Waverly Austin zum Stand von 20:14 davonzogen. Beim Stand von 21:30 ging es in die erste Viertelpause. Bemerkenswert dabei: Der 19-jährige Agva erzielte in acht Minuten im ersten Viertel schon elf Punkte.

Schwerer Tübinger Einbruch im zweiten Viertel

Im zweiten Viertel knüpften die Gäste aus Bremerhaven nahtlos an ihr überzeugendes erstes Viertel an. Nach elf Minuten und vier unbeantworteten Punkten zwangen sie Tigers-Coach Igor Perovic beim Stand von 21:34 seine erste Auszeit zu nehmen. Im Anschluss fehlte den Tübingern oft das Quäntchen Glück, als die Dreier mehrmals einen Blick in den Korb warfen, sich aber dann doch zum Rausrollen entschieden. Unnötige Ballverluste auf Seiten der Hausherren und enge Schiedsrichterentscheidungen sorgten dann dafür, dass der Vorsprung der Bremerhavener wuchs. Bezeichnend für das Viertel, das mit 29:51 endete, war ein technisches Foul gegen Vladimir Mihailovic, der nach einem Foul gegen sein Team frustriert gegen den Ball trat.

In der zweiten Hälfte musste mehr von den Raubkatzen kommen. Und sie zeigten zumindest viel mehr Biss: Nach einem Ballgewinn von Mihailovic soll der Ball laut Schiedsrichter im Aus gewesen sein. Darauf antwortete er im nächsten Ballbesitz mit einem Dreier. Toarlyn Fitzpatrick netzte nach 26 beziehungsweise 27 Minuten sogar zwei Drei-Punkte-Würfe hintereinander ein. Gegen die starken Gäste aus Bremerhaven war am heutigen Tag aber kein Kraut gewachsen. Auf der anderen Seite verwandelte Smith einen nach dem anderen seiner Würfe und so gingen die Tigers mit 19 Punkten Rückstand und einem 51:70 ins letzte Viertel.

Smith mit 30 Punkten!

Dort wurde aber relativ schnell klar, wer als Sieger vom Platz gehen sollte. Die Raubkatzen bäumten sich in der heimischen Paul Horn-Arena noch einmal kurz auf, Punkte von Mihailovic, Garlon Green und Fitzpatrick brachten allerdings keine merkliche Veränderung aufs Scoreboard. Als dann Julian Albus kurz vor Schluss seine beiden ersten und einzigen Punkte von der Freiwurflinie erzielte, war die schon Partie gelaufen. Das 72:89-Endergebnis war schlussendlich ein gerechtfertigter Sieg der Gäste aus Norddeutschland, bei denen Smith am Ende mit 30 Punkten zum Tress "man of the match "gekührt wurde.


Dschungelgeflüster – der etwas andere Blick auf das Spielgeschehen

Sportliche Prominenz: Den kennt man doch! Beim heutigen Spiel wurden die WALTER Tigers Tübingen von dem ehemaligen deutschen Fußballtorwart Timo Hildebrand angefeuert. Hildebrand ist besonders für seine Zeit beim VfB Stuttgart bekannt, wo er im Jahr 2007 die Deutsche Meisterschaft gewann. Zu dieser Zeit war er auch in der Nationalmannschaft aktiv.

Starke Halbzeit: In der ersten Halbzeit legte Jerry Smith von den Eisbären eine 20-Punkte-Show auf das Parkett. Eine starke Leistung, besonders wenn man bedenkt, dass er in den ersten beiden Saisonspielen erst auf 17 Zähler kam – zusammengerechnet.

Miese Quote: Ganze elf Ballverluste leisteten sich die Raubkatzen in der ersten Halbzeit. Allein fünf davon gingen auf das Konto von Kapitän Jesse Sanders. Die Eisbären verloren dagegen nur drei Mal den Ball. Am Ende relativierte es sich doch noch ein wenig (16:11).

Dauerbrenner Gordon: Eisbär-Akteur Larry Gordon stand in dem heutigen Spiel über 36 Minuten für seine Mannschaft auf dem Parkett. Die zweite Halbzeit hat der Forward aus den USA komplett durchgespielt. Bei den Raubkatzen kam Vladimir Mihailovic auf die meiste Spielzeit (35:30 Minuten).

Deutsches Duell: Auf der Center-Position lieferten sich Mahr Agva und Jannik Freese von den Eisbären Bremerhaven ein packendes Duell. Am Ende kam der 19-jährige Tübinger auf 15 Punkte und sieben Rebounds, sein Kontrahent machte es mit 14 Zähler und sechs Rebounds nicht schlechter.


Veranstaltung(en) zu diesem Bericht

10.10.2015 : 20:30 Uhr

Walter Tigers - Eisbären Bremerhaven



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