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31.12.2014 - Thomas Krammer

WALTER Tigers starten kleine Serie: Zweiter Sieg in Folge gegen Trier


TÜBINGEN – Die WALTER Tigers Tübingen haben gegen die TBB Trier ihren zweiten Sieg in Folge eingefahren. Vor 2950 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Pau Horn-Arena boten sich beide Mannschaften einen leidenschaftlichen Kampf. Zur Halbzeitpause (35:35) und nach dem dritten Spielabschnitt war die Partie noch ausgeglichen. Erst nachdem Neuzugang Jimmy Mckinney und Michael Cuffee 150 Sekunden vor dem Ende drei Dreipunktwürfe in Serie versenkten, dreht sich das Blatt zugunsten der Tigers.

Nach hartem Kampf gegen die TBB Trier gesiegt - die fünf wichtigsten Statistiken des Spiels

Endergebnis: WALTER Tigers Tübingen - TBB Trier 85:76

Top-Scorer: Jimmy McKinney (19 Punkte) - Ricky Harris (19 Punkte)

Top-Rebounder: Augustine Rubit (neun Rebounds) - Jermaine Bucknor (vier Rebounds)

Ausgefoult: Fehlanzeige

Head-to-Head - beide Mannschaften im direkten Vergleich:
WALTER Tigers Tübingen (35 Rebounds / 24 Assists / 48% FG / 40% 3P / 68% FT) - TBB Trier (21 Rebounds / 17 Assists / 55% FG / 55% 3P / 64% FT)


Stimmen zum Spiel:

Igor Perovic (WALTER Tigers Tübingen): "Das war heute ein sehr hartes Spiel für uns, besonders da Trier immer sehr gut vorbereitet ist. Insgesamt war die Partie über 39 Minuten lang offen, in der letzten Minute haben McKinney und Cuffee zwei sehr wichtige Drei-Punkte-Würfe verwandelt und das Spiel so entschieden. Wichtig war für uns Aleksandar Nadjfeji, der uns in der zweiten Halbzeit durch seine Erfahrung viel Sicherheit gegeben hat."

Henrik Rödl (TBB Trier): "Vor allem in der Endphase hat Tübingen besser und mit viel Herz gespielt. So konnten sie das Spiel nach einem harten Kampf für sich entscheiden. Auch wir sind über 35 Minuten sehr beherzt aufgetreten, doch am Ende haben wir leider zu viele Fehler gemacht, um als Sieger vom Platz zu gehen."


Der Spielverlauf:

Holpriger Start

In ihr letztes Spiel des Jahres 2014 starteten die Tigers mit Branislav Ratkovica, Michael Cuffee, Vladimir Mihailovic, Augustine Rubit und Bogdan Radosavljevic. Beide Mannschaften fanden nur langsam in die Begegnung, neutralisierten sich gegenseitig und so entwickelte sich eine äußerst punktearme Partie, in der die Tübinger nach fünf gespielten Minuten mit 3:4 zurücklagen. Auch mit fortlaufender Spielzeit konnte keiner der beiden Kontrahenten seinen Rhythmus finden. Zwei starke Defensiven standen sich gegenüber und so ergab sich ein wenig ansehnliches aber ausgeglichenes Spiel, in dem sich keine der Mannschaften einen Vorteil erspielen konnte. Bei beiderseits wenig erquicklichen Wurfquoten ging es mit einem Zwischenstand von 12:15 aus Sicht der Gastgeber in die Viertelpause.
Eine ganz enge Kiste

Mit dem zweiten Viertel kam dann bei Rheinland-Pfälzern wie Schwaben etwas mehr Treffsicherheit ins Spiel. Immer wieder spielten die Tigers die Trierer Zone schön aus - und als die Neckarstädter in der 13. Minute beim Stand von 18:19 die Führung zu ergreifen drohten, sah TBB-Trainer Henrik Rödl Bedarf für eine Auszeit. Und tatsächlich: Dank eines unsportlichen Fouls von Triers Marko Lukovic gingen die Mannen von Igor Perovic im nächsten Angriff mit 22:19 in Führung. Doch die Gäste von der Mosel hielten gut dagegen, glichen wieder aus und die Partie blieb offen, war dafür jetzt aber deutlich schöner mitanzusehen. In dieser Phase der Partie kamen die Tigers vor allem durch ihr starkes Spiel unter den Körben zu ihren Punkten, während die Römerstädter vor allem von ihrer Dreierstärke profitierten. Keine Mannschaft konnte sich einen Vorteil erspielen und so endete mit einem angemessen knappen Zwischenstand von 35:35 eine ausgeglichene erste Halbzeit, der auf Tübinger Seite ein bockstarker Augustine Rubit mit 12 Punkten und fünf Rebounds seinen Stempel aufgedrückt hatte.

Zu Beginn des dritten Spielabschnitts sah es beinahe danach aus, dass nach 20 gespielten Minuten nun eine der Mannschaften die Oberhand gewinnen sollte: Die Moselstädter legten einen 5:0-Lauf hin und gingen in der 22. Minute mit 40:35 in Führung. Doch die Tigers fanden die richtige Antwort mit einem eigenen 6:2-La uf und das aus dem bisherigen Spielverlauf bekannte Spielchen begann erneut: Auf eine starke Tübinger Aktion folgre eine starke Trierer Aktion und umgekehrt. So waren weder TBB noch Tigers in der Lage, sich abzusetzen. Und während die Partie etwas hitziger wurde und an Intensität zunahm, so änderte sich das den Zuschauern gebotene Bild wenig: Zwei konzentrierte, aber nicht fehlerfrei spielende Mannschaften, die sich der Wichtigkeit der Partie völlig bewusst waren, lieferten sich ein intensives Duell. Als es dann in das Spannung verheißende Schlussviertel ging, stand nach einigen Führungswechseln wieder ein Unentschieden auf der Anzeigetafel: nach 30 gespielten Minuten stand es 57:57 und keine Entscheidung war in Sicht.

Entscheidung in den Schlussminuten

Der letzte Spielabschnitt begann wie der vorherige wieder mit einer Trierer Stärkephase: Die Gäste legten einen 7:2-Run innerhalb von zwei Minuten hin und setzten die Tübinger unter Zugzwang. Doch wie schon über das gesamte Spiel hinweg konnte sich die TBB nicht absetzen: Zwei Tübinger Dreier bedeuteten das 65:64 in der 34. Minute. Als dann Ratkovica mit einem Schnellangriff nach eigenem Ballgewinn das 67:64 erzielte, war ein 8:0-Lauf perfekt, die Stimmung in der Halle exzellent und Trier zur nächsten Auszeit gezwungen. Doch weil es anders auch gar nicht hätte sein können, erzielte Trier durch Jermaine Bucknor den Ausgleich und die Partie war wieder offen, wobei die Gastgeber mit dem Publikum im Rücken aber den selbstbewussteren Eindruck machten. Und während sich die Partie immer mehr der Schlussphase näherte blieb es weiter knapp, bis Jimmy McKinney und daraufhin Michael Cuffee mit je einem Dreier plötzlich eine Sechspunkteführung für ihr Team erspielen konnten. Fast aus dem Nichts stand es jetzt 80:74 und mit nur noch einer Minute auf der Uhr nahm Henrik Rödl seine letzte Auszeit. Nachdem Trier im nächsten Angriff erfolglos blieb, fingen die Gäste notgedrungen an zu foulen. Nachdem McKinney zwei Freiwürfe verwandelte und der TBB im nächsten Angriff den Ball verlor, war die Partie dann aber gelaufen, endete überraschend deutlich mit 85:76 und zum Jahresabschluss durften die Tigers-Fans zum ersten Mal in dieser Saison zwei Siege in Serie bejubeln.


Dschungelgeflüster - der etwas andere Blick auf das Spielgeschehen:

Eine Nummer zu groß: Der Mannschaftsbus der TBB Trier war dann doch eine Nummer zu groß. Als die Gäste bei der Paul Horn-Arena eintrafen kam es zum direkten Kontakt zwischen Bus und dem Vordach der Arena. Beide beteiligten sollten von diesem aufeinandertreffen deutliche Spuren beibehalten. Zum Glück entstand nur Sachschaden, dennoch war für den Bus zunächst Endstation in Tübingen und die Mannschaft musste die Heimreise mit dem Fanbus antreten. Die mitgereisten Fans warteten derweil geduldig auf den aus Trier angeforderten Ersatzbus.

Alte Liebe rostet nicht: Jermaine Anderson ging anderthalb Jahre für die WALTER Tigers auf Korbjagd. Am Dienstag kehrte der Aufbauspieler an seine alte Wirkungsstätte zurück und wurden herzlich von seinen ehemaligen Fans empfangen. Mit zwölf Punkten und drei Vorlagen zeigte Anderson eine ordentliche Leistung.

Knapp verpasst: 15 Punkte haben Sasa Nadjfeji vor der Partie auf seinen 5000. Karrierepunkt gefehlt. Am Ende erzielte Pista 13 Punkte und schrammte nur um zwei Zähler am Meilenstein vorbei. Diesen erreichte derweil Derrick Allen, der mit 16 erzielten Punkten gegen die Eisbären Bremerhaven nun 5011 Zähler auf seinem Konto hat und damit der derzeit erfolgreichste aktive Punktesammler der Beko BBL ist!


WALTER Tigers Tübingen (Niklas Pempe, Johannes Beyer)


TABELLE:

 

Team

G

S

N

Pkt

+

-

Diff

Heim

Gast

Last 10

Serie

   

1  

ALBA BERLIN

15

14

1

28:2

1321

1091

+230

7-0

7-1

9-1

- 1

   

2  

FC Bayern München

16

13

3

26:6

1475

1245

+230

8-1

5-2

8-2

+ 4

   

3  

Brose Baskets

16

13

3

26:6

1322

1127

+195

7-0

6-3

8-2

+ 6

   

4  

EWE Baskets Oldenburg

15

10

5

20:10

1286

1205

+81

5-1

5-4

6-4

+ 1

   

5  

ratiopharm ulm

16

10

6

20:12

1337

1348

-11

6-2

4-4

7-3

- 1

   

6  

Telekom Baskets Bonn

15

9

6

18:12

1297

1224

+73

6-2

3-4

7-3

+ 3

   

7  

Artland Dragons

16

8

8

16:16

1298

1314

-16

4-4

4-4

4-6

- 5

   

8  

Mitteldeutscher BC

14

7

7

14:14

1122

1099

+23

4-4

3-3

4-6

- 5

 

9  

medi bayreuth

16

7

9

14:18

1175

1211

-36

6-3

1-6

4-6

- 2

   

10  

FRAPORT SKYLINERS

16

7

9

14:18

1209

1206

+3

6-2

1-7

6-4

- 1

   

11  

BG Göttingen

16

7

9

14:18

1282

1376

-94

2-6

5-3

5-5

- 3

   

12  

TBB Trier

16

6

10

12:20

1158

1250

-92

5-3

1-7

4-6

- 1

   

13  

Basketball Löwen Braunschweig

16

6

10

12:20

1222

1312

-90

4-3

2-7

4-6

+ 1

   

14  

Phoenix Hagen

16

6

10

12:20

1294

1341

-47

1-7

5-3

4-5

+ 2

   

15  

MHP RIESEN Ludwigsburg

16

6

10

12:20

1272

1294

-22

4-4

2-6

3-7

+ 2

   

16  

WALTER Tigers Tübingen

16

5

11

10:22

1252

1376

-124

4-5

1-6

4-6

+ 2

 

17  

Eisbären Bremerhaven

16

5

11

10:22

1243

1320

-77

4-3

1-8

2-8

- 3

   

18  

Crailsheim Merlins

15

2

13

4:26

1042

1268

-226

2-6

0-7

2-7

-1

 

 


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Veranstaltung(en) zu diesem Bericht

30.12.2014 : 20:30 Uhr

Walter Tigers vs. Trier



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