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17.12.2014 - Thomas Krammer

Auswärtsspiel bei heimstarken Bayreuthern


TÜBINGEN / BAYREUTH – Nach der zu erwartenden Niederlage am Montagabend gegen den ungeschlagenen Tabellenersten und Ligaprimus ALBA BERLIN (68:90) steht schon drei Tage später das nächste Ligaspiel gegen medi bayreuth in der Oberfrankenhalle auf dem Programm (20 Uhr). Die Oberfranken konnten aus 13 Partien sechs Spiele gewinnen und stehen im Mittelfeld auf Platz zehn. Zuletzt kassierten sie beim Deutschen Meister in München eine 75:102 Auswärtsniederlage, konnte in den beiden Spielen zuvor aber Phoenix Hagen (79:78) und den Mitteldeutschen BC (88:85) knapp besiegen.

In der Vorbereitung trafen die Tübinger im Rahmen des Distelhäuer-Cups in Würzburg bereits auf die Mannschaft von Head Coach Michael Koch. Mit einer 66:88-Niederlage war man damals chancenlos. Die Raubkatzen müssen sich nun mit nur wenig Zeit auf das Spiel in Bayreuth vorbereiten. Für die Tübinger beginnt mit der Begegnung bei medi bayreuth die Schlussphase der Hinrunde, in den verbleibenden drei Spielen trifft die Mannschaft von Trainer Igor Perovic dann noch auf Bremerhaven, Trier und Hagen. In diesen Partien müssen die Raubkatzen punkten.


Die Tigers reisen nach Oberfranken - die wichtigsten Statistiken zum Spiel:

Head-to-Head - beide Mannschaften im Vergleich:
medi bayreuth (73,85 ppg / 31,3 rpg / 44,7% FG) - WALTER Tigers Tübingen (78,75 ppg / 37,4 rpg / 44,1% FG)

Top-Scorer der Teams: Trevon Hughes (14,9 ppg) - Augustine Rubit (11,5 ppg)

Top-Rebounder der Teams: Javon McCrea (5,6 rpg) - Augustine Rubit (6,8 rpg)

Fieberkurve - die Bilanz der letzten fünf Beko BBL-Spiele beider Mannschaften:
medi bayreuth (zwei Siege und drei Niederlagen) - WALTER Tigers Tübingen (zwei Siege und drei Niederlagen)


Stimmen zu Spiel:

Michael Koch (medi bayreuth): "Wir wissen, dass wir gegen die Bayern nicht so toll gespielt haben. Aus meiner Sicht als Trainer war die hohe Niederlage vielleicht gar nicht verkehrt. Die Mannschaft ist hoch motiviert. Wir haben ein Heimspiel und sind zu Hause immer gut aufgetreten. Daher gehen wir mit viel Energie und Willen in die Partie gegen Tübingen."

Jimmy McKinney (WALTER Tigers Tübingen): "Ich freue mich wieder auf dem Spielfeld stehen zu können. Trotz langer Zeit ohne Spielpraxis fühle mich schon recht gut und benötige nicht mehr lange bis ich in bester Verfassung bin. Gegen ALBA BERLIN haben wir lange Zeit gut mitgehalten. Nun kommen für uns Spiele, in welchen wir Chancen haben. Dazu gehört auch das Spiel in Bayreuth, wenngleich es dort immer enorm schwer ist. Doch wir werden alles versuchen."


Gut zu wissen!

- Die Statistik der beiden Teams aus den letzten Jahren ist ausgeglichen. In den letzten vier Jahren gewannen die Tigers jeweils zwei Spiele im Tübinger Dschungel und in der Oberfrankenhalle zu Bayreuth. Dafür kassierten sie aber auch insgesamt vier Niederlagen. - Die Bayreuther sind vor allem vor heimischer Kulisse stark. Fünf ihrer sechs Saisonsiege erzielte die Mannschaft von Trainer Michael Koch in der Oberfrankenhalle.

- Bayreuths Co-Trainer Tim Nees hat eine Tübinger Vergangenheit. In der ersten Saison nach dem Aufstieg in die Beko BBL (Spielzeit 2004/2015) war der ehemalige Center ein wichtiger Akteur im Kampf um den Klassenerhalt.


Die Ausgangslage:

Die Bayreuther Schlüsselspieler sind mit Sicherheit Javon McCrea und Trevon Hughes. Die beiden US-Amerikaner führen mit 14,9 ppg (Hughes) und 14,8 ppg (McCrea) die Scorer-Liste der Oberfranken an. Der erst 22- jährige McCrea kam direkt von der State University of New York 2014 nach Bayreuth. In den vier Jahren zuvor gelang es dem Center zum besten Punktesammler aller Zeiten seiner Universität zu werden. So erklärt sich auch, dass er mit 5,6 Korbabprallern bester Rebounder seines Teams ist. Der absolute Führungsspieler ist jedoch Trevon Hughes. Seine Statistiken sind beeindruckend: 14,9 Punkte, 4,8 Rebounds, 4,6 Assists und 2,3 Steals. Mit knapp 36 Minuten steht der 27-Jährige zudem die längste Zeit auf dem Parkett.

Bayreuth mit einem Zehner-Kader

Insgesamt setzt Trainer Michael Koch auf zehn Spieler. Mit Brandon Bowman (11,7 ppg) punktet ein dritter Spieler zweistellig, dazu ist er mit 4,4 Rebounds auch ein wichtiger Akteur unter den Körben. Eine äußerst positiv Runde spielt bis dato der erst 21-jährige Deutsche David Brembly (8,3 ppg, 3,6 rpg). Ergänzt wird das Team mit Ronald Burrell (7,5 ppg), Bryan Bailey (6,5), Philipp Heyden (5,5), Lukas Palyza (4,7), Simon Schmitz und Peter Zeis. Für die WALTER Tigers beginnt am Donnerstagabend die entscheidende Phase der Hinrunde. Nach einem schwierigen Start mit nur drei Siegen aus 13 Spielen muss die Mannschaft von Head Coach Igor Perovic anfangen zu punkten. Am besten gleich schon in Bayreuth. Auch in den beiden folgenden Heimspielen am 27. Dezember 2014 (20.30 Uhr) gegen die Eisbären Bremerhaven und drei Tage später gegen Trier (20.30 Uhr), wie auch beim ersten Spiel des neuen Jahres in Hagen (04.01.2015) müssen Zähler auf das Konto gespielt werden.

Entwarnung bei Michael Cuffee und Till Jönke

 Entwarnung gibt es hingegen für die beiden Raubkatzen Michael Cuffee und Till Jönke. Cuffee musste gegen Berlin am Ende des dritten Viertels mit Schmerzen im rechten Knie vom Parkett getragen werden, konnte jedoch im letzten Durchgang weiterspielen. Der 31-Jährige wurde von Physiotherapeutin Diana Fröschke behandelt und kam anschließend wieder auf das Feld zurück. Sein Einsatz in Bayreuth ist nicht gefährdet. Für Till Jönke war das Spiel gegen den Tabellenersten schon nach wenigen Minuten vorbei, da er mit Mitspieler Bogdan Radosavljevic unglücklich zusammenstieß und sich eine Platzwunde am Mundwinkel zuzog. In der Tübinger BGUnfallklinik wurden aber keine Knochenbrüche festgestellt. Die Wunde wurde nochmals vernäht. Dazu brennt Jönke auf einen Einsatz in der Wagnerstadt: „Ich will und werde am Donnerstag spielen“, betont Jönke.

In der vergangenen Saison kassierten die Tübinger in beiden Aufeinandertreffen bittere Niederlage gegen Bayreuth. Das Hinspiel in der Oberfrankenhalle verloren die Raubkatzen nach einer schwachen Leistung mit 53:68 - damals das erste Spiel ohne Jonathan Wallace (Handverletzung). Die 69:74-Niederlage am 26. Spieltag im heimischen Dschungel bedeutete für viele Tigers-Fans das symbolische Ende ihres Teams im Basketball-Oberhaus - der Rückstand auf das rettenden war damals enorm groß. Die Mannschaft von Trainer Igor Perovic ist nun bestrebt eine gute Leistung abzurufen und sich eine Siegchance zu erarbeiten. Der letzte Sieg der Raubkatzen datiert vom 30. März 2013 vor heimischen Publikum (86:82).



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