Tuepps-Blog >> Sport

0 Kommentare

06.10.2014 - Thomas Krammer

Starkes Spiel mit bitterem Ende: Tigers verlieren mit 77:83 gegen die Telekom Baskets Bonn


TÜBINGEN – Die WALTER Tigers Tübingen haben ihr erstes Heimspiel der neuen Saison 2014/2015 gegen die Telekom Baskets Bonn vor 3044 Zuschauern in der heimischen Paul Horn-Aren mit 77:83 (42:41) verloren. Nach einem starken und energetischen ersten Viertel hatten die Raubkatzen noch mit 23:18 geführt und auch bis zur Halbzeit ließen die Gastgeber nicht locker, spielten schnell und spektakulär, sicherten sich vor allem viele Rebounds. Folglich führten die Hausherren nach 20 Minuten mit 42:41. Auch in der zweiten Hälfte hielten die Tübinger gut mit, führten auch vor Beginn des Schlussabschnitts mit 61:59. Erst in den letzten drei Minuten gewannen die Baskets die Oberhand und konnten die Tübinger so niederringen. Bester Korbjäger bei Tübingen war Routinier Aleksandar Nadjfeji mit 16 Zählern, Bonns Ryan Brooks kam auf 15 Punkte. Bemerkenswert: Augustine Rubit sammelte starke 16 Rebounds.

Gegen die Bonner begannen die Spieler von Trainer Igor Perovic mit einer Aufstellung von Branislav Ratkovica, Michael Cuffee, Rubit, Till Jönke und Bogdan Radosavljevic. Direkt von Beginn an zeigten sich die Gastgeber heiß auf die neue Saison und legten gegen die Rheinländer direkt einen 7:0-Lauf hin. Auch als die Telekom Baskets ein wenig besser ins Spiel gefunden hatten und offensiv ihre Klasse zeigten, blieben die bissigen Raubkatzen die tonangebende Mannschaft, die den Gästen vor allem mit attraktivem und schnellem Offensivspiel zusetzte und die Fans so in Hochstimmung versetzte. Gegen Ende des Spielabschnitts ließ die Tübinger Verteidigung jedoch etwas nach, so dass es nach dem ersten Viertel, in dem bereits sieben Tübinger Spieler gepunktet hatten und neun von zehn Tigers eingesetzt wurden, „nur“ 23:18 aus Sicht der Hausherren stand.

Der zweite Spielabschnitt fing für die Tigers mit einem Dreier von Publikumsliebling Julian Albus zum 26:18 (elfte Minute) eigentlich gut an, doch nach einem schnellen Bonner 5:0-Lauf zum Zwischenstand von 26:23 (13. Minute) sah sich Perovic zu seiner ersten Auszeit gezwungen. Doch auch danach fand die Mannschaft nicht direkt zurück in ihre dominierende Rolle des ersten Viertels, sondern lieferte sich mit den Bonnern ein Duell auf Augenhöhe. Immer öfter verlegten die Raubkatzen nun vermeintlich einfache Korbleger, und auch der Ball schien für Perovic`s Mannen immer rutschiger zu werden. Aus den Tübinger Fehlern Profit schlagend, konnte sich Bonn in der 16. Minute in Person von Tadas Klimavicius die erste Führung der Partie erarbeiten. Mit 30:31 lagen die Hausherren zu diesem Zeitpunkt zurück. Nach einem weiteren Klimavicius-Treffer wusste sich Perovic nur mit der zweiten Auszeit zu helfen (17. Minute). Nach dieser zeigte sein Team noch einmal die Krallen, glich bis zur Halbzeit, auch dank eines spektakulären Dunks von Rubit, in der 19. Minute nicht nur aus, sondern konnte sogar mit der Halbzeitsirene die Führung zurückerkämpfen. 42:41 führten die WALTER Tigers nach den ersten 20 Minuten, in denen für die Zuschauer einiges geboten wurde und sich jeder Tiger bereits mindestens einmal auf der Scorerliste eintragen durfte.

Nach der Halbzeitpause fanden die Tübinger schlechter zurück ins Spiel als ihre Bonner Kontrahenten, die innerhalb von drei Minuten einen 9:4-Lauf hinlegten und so Perovic in der 24. Minute zu einer Auszeit zwangen. Perovic`s Impulse zeigten die gewünschte Wirkung, seine Schützlinge präsentierten sich deutlich konzentrierter und lieferten sich ein offenes Duell mit den Gästen. Hierbei wurde die Stimmung auf dem Spielfeld und vor allem auf den Rängen immer hitziger, vor allem nachdem Jonathan Wallace nach einer unübersichtlichen Situation in der 25. Minute zu Boden ging und ausgewechselt werden musste. Vor allem durch den bockstarken Aleksandar Nadjfeji, der für einen großen Teil der Tübinger Punkte sorgte, hielten die Schwaben in dieser Phase mit und konnten schließlich in der 28. Minute durch Jönke zum 57:57 ausgleichen. Dieser besorgte nach seinem eigenen Steal postwendend auch noch die 59:57-Führung und brachte so endgültig Leben in die Paul Horn-Arena. Diese Führung hielten die Tigers auch bis zum Ende des vorletzten Spielviertels, nach dem es 61:59 stand. Das Spiel versprach, ein echter Thriller zu werden.

Bonn dreht die Partie in der Schlussphase

In die letzten zehn Minuten der Partie starteten die Tigers offensiv stark: Zwei Dreier von Wallace und ein Mitteldistanzwurf von Jönke sorgten in der 32. Minute für eine 68:63-Führung der Raubkatzen, die Bonns Trainer Mathias Fischer zu einer Auszeit zwang. Daraufhin konterte Bonn mit einem eigenen Run, ging in der 35. Minute durch einen Dreier von Angelo Caloiaro sogar mit 70:68 in Führung, doch die Tigers zeigten sich trotzdem nicht willens, das Heft aus der Hand zu geben und glichen durch Nadjfeji wieder aus (70:70, 35. Minute). Von nun an wurde für beide Teams jeder Angriff zur Schwerstarbeit, wobei sich Bonn einen leichten Vorteil erspielen konnte. Zweieinhalb Minuten vor Schluss lagen die Recken vom Rhein mit 75:72 in Front, ehe Jonathan Wallace in der 39. Minute per Dreier zum 75:75 ausgleichen konnte. Nun war die Spannung auf dem Siedepunkt angelangt. Bonn konnte sich immer wieder einen kleinen Vorteil erspielen, den die Perovic-Truppe wieder ausglichen. 15 Sekunden vor Ende lagen die Schwaben mit 77:79 zurück und doe Bonner erlangten den Ballbesitz. Nun musste gefoult werden. Das passierte auch, doch Cuffees Kontakt gegen Mickey McConnell wurde als unsportlich gewertet. Der derartig Gefoulte traf einen seiner zwei Freiwürfe und so ging es zehn Sekunden vor Schluss mit einem Rückstand von 77:80 für die Tigers in die nächste Auszeit, nach der Baskets-Coach Fischer verlangt hatte. Nach dieser traf der Bonner Caloiaro nur einen seiner beiden Freiwürfe, legte aber per Korbleger nach eigenem Offensivrebound nach und so stand es 77:83 aus Sicht der Tigers mit nur noch fünf Sekunden auf der Uhr. Die Partie war entschieden, und so verloren die Tigers ihren Heimauftakt denkbar knapp mit 77:83.


Stimmen zum Spiel:

Igor Perovic (Head Coach WALTER Tigers Tübingen): "Wir haben das Spiel für 40 Minuten mit einer guten Energieleistung, schnellem Spiel und starkem Rebounding offen gehalten. Am Ende haben die Baskets einfach die besseren Entscheidungen und wichtigen Würfe getroffen. Vor allem aufgrund des schwierigen Spielplans und der Krankheitslage im Team war die Vorbereitung auf das Spiel nicht leicht und insofern kann ich zufrieden sein.“

Mathias Fischer (Head Coach Telekom Baskets Bonn): In der ersten Halbzeit haben wir mit hohem Risiko gespielt und deswegen auch ein paar einfache Gegentreffer kassiert. Das haben wir in der zweiten Hälfte abgestellt und es den Tübingern viel schwerer gemacht. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, wir haben den Ball schön bewegt. Unbedingt müssen wir an unseren Rebounds arbeiten. Jetzt heißt es den Rhythmus für die Saison finden."


Eine unglückliche Niederlage zum Saisonauftakt - die fünf wichtigsten Statistiken zum Spiel:

Endergebnis:

WALTER Tigers Tübingen - Telekom Baskets Bonn 77:83

Top-Scorer:

Aleksandar Nadjfeji (16 Punkte) - Ryan Brooks (15 Punkte)

Top-Rebounder:

Augustine Rubit (16 Rebounds) - Tadas Klimaviucus (5 Rebounds)

Ausgefoult:

Fehlanzeige

Head-to-Head - beide Mannschaften im direkten Vergleich:

WALTER Tigers Tübingen (46 Rebounds / 13 Assists / 43,9% FG / 19,0% 3P / 88,2% FT) - Telekom Baskets Bonn (26 Rebounds / 17 Assists / 47,8% FG / 39,1% 3P / 76,9% FT)


Dschungelgeflüster:

Die ersten Punkte im Dschungel: Augustine Rubit erzielte die ersten Heimspiel-Punkte der neuen Spielzeit 2014/2015 von der Linie. Rubit beendete das Spiel mit neun Punkten und satten 16 Rebounds vor den Augen seiner Pflegeeltern, die ihren Sprössling bei seinem Heimdebüt unterstützten.


Videobeweis bewährt sich: Nick Wiggins erzielte mit der Halbzeitsirene die 42:41 Führung für die Tigers. Ob der Wurf auch tatsächlich vor Ablauf der Uhr ausgeführt wurde, kontrollierte Robert Lottermoser direkt im Anschluss am Bildschirm.
Alle Tigers punkten: Bereits zur Halbzeit hatten sich alle zehn Akteure der WALTER Tigers Tübingen in die Punkteliste eingetragen. Das gab es noch nie in der Paul Horn-Arena.

Stark im Rebound: Mit 20 Rebounds Unterschied (46:26) gewannen die Raubkatzen das Rebound-Duell gegen die Telekom Baskets Bonn. Dass es am Ende nicht zum Sieg reichte, lag auch an der Dreierquote: Nur vier von 21 Versuchen (19%) fanden ihr Ziel von Downtown.

Tolle Stimmung: Zum Saisonauftakt strömten 3044 Zuschauer in den Tübinger Dschungel und unterstützen ihre Raubkatzen prächtig. Über die gesamte Spieldauer herrschte eine tolle Stimmung in der Arena und die Spieler waren angestachelt von einer emotional guten Atmosphäre. Die Tigers sagen danke! Weiter so!


Bildergalerie zu diesem Bericht

Bildergalerie zu diesem Beitrag


Veranstaltung(en) zu diesem Bericht

04.10.2014 : 20:30 Uhr

Walter Tigers vs. Telekom Baskets Bonn



Weiterführende Links


Passwort / Benutzername vergessen? // Jetzt registrieren