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23.03.2016 - Thomas Krammer

Borkenkäfergefahr: Privatwaldbesitzer sollten ihre Wälder kontrollieren


KREIS TÜBINGEN – Die warme und trockene Witterung vor allem im zweiten Halbjahr 2015 hat dazu geführt, dass sich bei den wichtigsten Fichtenborkenkäfern „Buchdrucker“ und „Kupferstecher“ bis in den Spätherbst 2015 relativ hohe Bestände entwickelt haben. In dem vergangenen, wiederum milden Winter hat ein Großteil der Käfer überlebt und steht in den Startlöchern, um bei den jetzt wieder ansteigenden Temperaturen neue Fichten zu besiedeln.

Um einer Massenvermehrung in den Sommermonaten vorzubeugen ist eine frühzeitige Kontrolle und der Einschlag eventuell befallener Stämme unabdingbar. Die Privatwaldbesitzer im Landkreis Tübingen werden daher gebeten, ihre Wälder schon jetzt im Frühjahr zu kontrollieren. Bereits von den Käfern befallene Fichten (erkennbar an der schlechten Benadelung, an Harzfluß und sich ablösender Rinde) sollten baldmöglichst eingeschlagen und aus dem Wald abgefahren werden. Dies muss noch vor dem Ausflug der Käfer aus den Stämmen erfolgen. Vorrangig kontrolliert und ggfs. aufgearbeitet werden müssen auch für Bäume, die bei den Herbst- und Winterstürmen angeschoben, abgebrochen oder umgeworfen wurden oder unter der letztjährigen Trockenheit sichtlich stark gelitten haben. Diese Fichten suchen sich die Borkenkäfer als „leichte Opfer“ zuerst aus.

Auch den Tannen haben Trockenheit und Hitze stark zugesetzt, sie können dürr werden oder von Tannenborkenkäfern befallen werden.

Die Forstrevierleiter stehen den Privatwaldbesitzern zur Beratung gerne zur Verfügung. Die Kontaktdaten finden sich auf der Internetseite des Landkreises Tübingen (www.kreis-tuebingen.de unter Abteilungen/Abteilung 34 Forst/ Übersicht Forstreviere).



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