Besucht wieder einmal die Kulturstadt Tübingen!
Zuerst im Internet, dann kommt sicher auch der Appetit auf den richtigen Besuch.
Unzählige Fotos findet man auf meinem Bilderblog. Schön ist ein
Stadtspaziergang an einem sonnigen Sonntagmorgen. Dann ist Tübingen zu jeder Jahreszeit
ruhig und freundlich.
Mit Stadtplan und Fotoapparat oder Videokamera wird man viel entdecken. Mit YouTube kann man dann seine Eindrücke der ganzen Welt mitteilen. Wer Tübingen im pulsierenden Leben sehen will, der komme aber an einem Markttag und wenn keine Semesterferien sind. In jedem Fall wird man etwas Zeit brauchen, die Schönheiten Tübingens zu entdecken und auch Toleranz gegenüber den offensichtlichen, weniger attraktiven Seiten dieser Stadt.
Gäste der Kliniken, Patienten und Patientinnen (pro Jahr etwa 60.000 stationäre und 250.000 temporäre, dazu kommen noch die Angehörigen und die Besucher) können sich schon vor ihrem Klinikaufenthalt mit Internet oder wegen der häufigen Umzüge auch übers Telefon informieren. Da es immer wieder zu Problemen kommt, hier eine kurze Zusammenfassung: Unten in der Stadt " im Tal" sind u.a. die Frauen-, Augen-, Haut- und Nervenklinik. Oben am Berg, dem Schnarrenberg, sind die neue Kinderklinik, die meisten anderen Kliniken, die HNO, aber auch die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik sind, nahe den Hörsälen auf der Morgenstelle, im Norden der Stadt (Haltestellen der Linie 5 Uni-Kliniken Berg und BG Unfallklinik).
Tübingen eignet sich gut als Tagungsort für kleine oder mittlere Veranstaltungen (bis max 100 Teilnehmer im Hotel oder bis max. 500 Teilnehmer in den Uniräumen, z.B. im Kupferbau). Die kurzen Wege und das Flair der Altstadt tragen sehr zum Gelingen bei, wenn auch die Auswahl der Räume noch besser sein könnte. Aber auch außerhalb der Innenstadt kann man gelungene Feste feiern, im Schloß Kilchberg kann man sogar die Orangerie z.B. für Banquette mieten. Wer Interesse hat in Tübingen etwas zu veranstalten, sollte dazu die professionelle Hilfe des Bürger-und Verkehrsvereins in Anspruch nehmen. Die Nähe zu Metzingen und Bodelshausen hat auch in Tübingen den Fabrikverkauf gefördert. Immer mehr Käufer verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen und besuchen sowohl die touristischen Kleinode von Tübingen und Umgebung und kaufen dabei auch preiswert ein.
Wer zum ersten Mal - vor allem mit dem Auto - nach Tübingen kommt und dabei nicht verzweifeln will, sollte sich unbedingt genau über die Verkehrssituation informieren. Speziell in den Ferienzeiten im Sommer gibt es immer wieder große Baustellen, die zusätzlich für Schwierigkeiten sorgen. Auf keinen Fall sollte man als fremder Besucher in die Altstadt fahren. Besonders achten sollte man auf den chaotischen Radverkehr mit bemerkenswert rücksichtslosen RadfahrerInnen, die sich an keinerlei Regeln halten. Achtung, die rotmarkierten Wege sind Radwege! Tübingen kann man mit der Ammertalbahn (aus Herrenberg) erreichen. Werktags geht's im Halbstundentakt und an den Wochenenden im Stundentakt. Damit werden auch Tübingen und Stuttgart einander nähergerückt.
Das offizielle Stadtwappen, den Dreilatz mit den Hirschstangen, sieht man kaum noch auf den Einrichtungen der Stadt. Die Universitätstadt Tübingen setzt jetzt auf ein Logo, die Vermischung eines kleinen "t" mit der Silhouette des Hölderlinturms. Das Logo findet man z.B. auch auf allen Internetseiten der Stadt links oben. Die Stadtverwaltung unternimmt seit einiger Zeit sichtbare Anstrengungen, Tübingen sauber zu halten. Der Alte Botanische Garten wird jeden Morgen von den unzähligen Ablagerungen gereinigt. Es gibt an vielen Plätzen reichlich Blumenschmuck (Neckarbrücke, Ammergasse, Bachgasse). Das Feedback der Gäste dazu ist positiv. Wer schon lange nicht in Tübingen war, kann sich mit seinem Besuch selbst überzeugen. Aber es gibt immer noch einige Schmuddelecken, leider an prominenten Stellen, die vor allem von Taubenfütteren, wilden Plakatierern, Rauchern, Sprayern, so wie der Praxis der Müllentsorgung (vor allem die Gelben Säcke fallen unangenehm auf) gefördert werden. Trotzdem hat die Wohlfühl- und Erlebnisstadt Tübingen hat viele nette Plätze, auf denen es sich vor allem im Sommer gut weilen lässt. Bekannt durch die Gutenachtgeschichten am Sommerabend ist der Platz südlich der Stiftskirche geworden. Aber es gibt viele weitere Plätze zu entdecken!
Tübingen pflegt Partnerschaften mit den Städten Aigle, Aix-en-Provence, Ann Arbor, Durham, Kilchberg, Kingersheim, Monthey, Perugia und Petrosawodsk. Der jährliche Umbrisch-Provencalische Markt stärkt u.a. diese Bindungen. Aus Durham, Perugia und Petrosawodsk, kommen immer wieder MusikerInnen zu Auftritten nach Tübingen. In Durham schreibt Keith Armstrong sogar Gedichte über Tübingen.
In der Nacht sollte man den Bereich des Anlagensees beim Hauptbahnhof und der Uhlandstraße meiden. Dort kann es gefährlich werden, wie ich regelmäßig dem Polizeibericht entnehmen muss. Ansonsten aber ist Tübingen eher harmlos. Vergeblich wird man meist nach brauchbaren, öffentlichen Toiletten suchen. Nur beim Rathaus und am Haagtor wird man fündig. Ansonsten muss man die WCs der Kaufhäuser, Restaurants (gekennzeichnet mit "Nette Toilette") und vor allem der fast überall vorhandenen Universitätsgebäude mitbenutzen. Ebenfalls fehlen an vielen Plätzen Parkbänke und Trinkwasserbrunnen. Es empfiehlt sich für den Rundgang eine kleine Wasserflasche einzustecken, will man nicht in eines der vielen Cafes gehen. Und auch ein Sitzkissen ist nützlich.
Die Telefon-Vorwahl ist in der Kernstadt 07071. Das Tübinger Autokennzeichen ist TÜ. Der Neckar liegt hier etwa 320m, der Österberg 438m über dem Meer. Und wer ganz genau das Wetter wissen will, es gibt jetzt auch eine Meßstation am Österberg.
Tübingen ist für viele schwierig auszusprechen und es wird auch oft falsch geschrieben: Tubingen, Thübingen, Tübigen, Tubinga, Tübinga, Türbingen, Turbingen, Tübige, Tüpingen, Tupingen, Dübingen, Dubingen sind einige Beispiele aus der Praxis. Trübingen aber ist ein Kunstwort, das gerne für die negativen Seiten der Stadt verwendet wird. Wie sehr viele aber doch ihr kleines Städtchen lieben, sieht man an den häufigen Kombinationen mit TÜ, z.B. TÜ-Bus oder auch TÜPPS (Tübingen Tipps). Im SS 2008 war der Studentinnenanteil wieder bei 58 Prozent (12806 Studentinnen von insgesamt 22079 Studierenden). 2011 schnellte die Zahl der Studierenden auf 25.000 hoch und 2012 wird sie wahrscheinlich 26.000 erreichen. Wer als (ehemaliger) Student Heimweh zu seiner Tübinger Studentenverbindung verspürt, schaut in die Homepage seiner Korporation. StudienanfängerInnen sollten sich unbedingt die 6 wichtigsten Tipps für den Start ausdrucken (willkommen.pdf, :-))
Die Universität Tübingen ist (gemeinsam mit den Kliniken, die die größten Arbeitgeber der Stadt sind) der bestimmende Faktor für Tübingen. Ohne Uni gäbe es keinen kulturellen Reichtum. Aber sieht man genau hin, dann ist die Uni nur überall dort großzügig, wo es um ihr eigenes Prestige geht, wie bei dem Studium Generale, der Sommeruni, der Kinderuni, den Konzerten oder Kolloquien und nicht zu vergessen den offenen Bibliotheken und frei zugänglichen Botanischen Gärten. Ansonsten aber tut sie sich schwer, ein "good citizen" zu sein, sie vermittelt nicht den Eindruck, als hätte sie verinnerlicht, dass sie im Grunde von den Steuerzahlern bezahlt wird. Für die Vermietung ihrer Räume verlangt sie prohibitiv hohe Mieten und die vielen Parkplätze werden (in Ferienzeiten oder sonntags) blockiert, anstelle sie allen zur Verfügung zu stellen. Auf den zentralen Internetseiten findet sich kein einziges Link zu nichtuniversitären Einrichtungen in Tübingen. Fast hat man den Eindruck, der Bereich "Kommunikation" sollte besser "Isolation" heißen, zumindest wenn man ihn von außerhalb betrachtet. Vielleicht aber liegt es auch an den Repäsentanten der Stadt, die nicht immer das Gespräch mit der alles dominierenden Uni suchen. Unter der früheren Oberbürgermeisterin Brigitte Russ-Scherer gab es eine glückliche Phase der Kooperation, sehr zum Wohle der Stadt. Vor ihr und nach ihr sehe ich davon nicht mehr soviel. Wer Interesse an Tübingen hat, es gibt viel Literatur über Tübingen, das Neckar-Athen. Wer Tübingen liebt, wird vieles über die Stadt finden, an dem man sich erfreuen kann.
Die TUEPPS gibt es in verschiedenen Formen seit 1990. Der Internetauftritt in der heutigen Form wurde im April 2000 begonnen. Die alten Konzepte der persönlichen Empfehlungen, der Unabhängigkeit und weitgehenden Werbefreiheit, der unverbindliche Plauderton, der auch Widersprüche zulässt, sowie der Schuss Ironie, der gleichermaßen bestärkt, wie verunsichert und die etwas chaotische Struktur, die immer wieder Neues entdecken lässt, wurden beibehalten. Wer wirklich die Stadt - zumindest aus meiner persönlichen Sicht - erklärt haben will, klickt alle Seiten durch.
Die vielen Farb-Fotos (ohne Angaben) habe ich selbst geschossen. Herzlichen Dank allen, die zu den Tübingen Tipps beigetragen haben. Vor allem die vielen Anfragen zu Tübinger Einrichtungen haben sich als außerordentlich fruchtbar erwiesen. Wer in den Tübingen Tipps nicht mehr erwähnt werden will, möge es mir bitte mitteilen. Klick auch ruhig mal in alle anderen Tuepps-Seiten, es gibt vieles zu entdecken! |
In Tübingen
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| © (P) 2011 Otto Buchegger Tübingen tuepps.de/tuebingen.html |