Jeden
Tübingen-Besucher lockt das Schloss in neuem Glanz zu einem Aufstieg. Der Blick
auf Altstadt und Kliniken ist einzigartig. Unbedingt sehenswert ist auch der Blick vom
Ludwig-Uhland- Institut (im Westteil des Schlosses, Treppenaufgang vom Innenhof benutzen)
ins obere Neckartal. Für eine angenehme Ruhepause ist der kleine Garten vor dem Schloss
ideal. Eine Toilette gibt es im Schlosshof. Ein Cafe fehlt aber leider immer noch. Das
Schloss ist übrigens ein Universitätsgebäude und war Wirkungsstätte vieler berühmter
Forscher. Museum
Schloss Hohentübingen. Besonders empfehlenswert sind die Spezialführungen
am Sonntag. Selbst vielen Tübingern ist unbekannt, dass hier die Verantwortung für
einige der ältesten bekannten Fundstücke zur menschlichen Kunst liegt, einige der
kostbaren, allerdings ziemlich unscheinbaren Exemplare sieht man aber in Blaubeuren. Im Fünfeckturm ist jetzt in
wenigen Räumen die Völkerkunde zuhause.
Die Universität
ist das Rückgrat der Stadt, sie ist die wichtigste Institution, die Tübingen von anderen
Kleinstädten unterscheidet. Die größte Fakultät sind übrigens die Neuphilologen und
es studieren viel mehr junge Frauen als Männer in Tübingen (im Wintersemester 2009/2010 gab es 24.473
Studierende, bei einem Frauenanteil von fast 59 Prozent, 13
Prozent der Studierenden kommen nicht aus Deutschland und verhelfen Tübingen zu etwas
internationalem Flair.
Neben eigenen Veranstaltungen, die den Kulturbetrieb der
Stadt bereichern, wie die Konzerte
des Kulturreferats, das Studium
Generale, unterstützt die Universität auch andere Initiativen, wie die
bundesweit bekannte Kinderuniversität (initiiert vom Tagblatt) oder die Sommeruniversität
als Plattform der Selbstdarstellung für die Uni, Infotainment für die lokalen
Bildungsbürger und als Magnet für Besucher. Sie hat ebenfalls bewiesen, dass Tübingen
eine aktive Kulturstadt ist und die Universität das schmückende Beiwort
"Elite-" durchaus verdient hätte.
Besucher sollten wissen, dass die meisten Universitätsgebäude
öffentliche Gebäude sind und man sie als Einzelperson oder in der kleinen Gruppe
durchaus - solange man nicht stört - betreten kann. Besonders sehenswert ist die Neue
Aula mit dem Festsaal, mein Lieblingshörsaal aber ist die 'Alte Physik'
gegenüber davon, am Anfang der Gmelinstraße (Eingang Nauklerstraße). Hier ist seit
hundert Jahren die Einrichtung nahezu unverändert geblieben und die Universität zum
lebendigen Bildungs-Museum geworden.
Museum des Institutes für Geologie und
Paläontologie. Das Sauriermuseum in der Sigwartstr.10. Besonders Kinder
lieben diese hoch interessante Sammlung, die u.a. viele Schätze von der nahen Alb zeigt.
Nach dem Umzug der Geographen in die ehemalige Kinderklinik einige hundert Meter westlich
werden hoffentlich die Sauriersammlung und die
Mineraliensammlung endlich zusammen präsentiert werden können. Einige Schritte weiter
ist die Zoologische Schausammlung,
die auch öffentlich zugängig ist. Am Sand (Bus 2) ist ein kleines Computermuseum,
das besonders interessant wird, wenn es Prof. Klären selbst sehr unterhaltsam erklärt!
Universitätsbibliothek
Wilhelmstraße. Der Zeitschriftenlesesaal ist frei zugängig. Auf Antrag bekommt man
einen Ausweis zur Benutzung aller Einrichtungen der Bibliothek, die 1999 mit einem
Riesenbau in der Brunnenstraße erweitert wurde. Wirklich sehenswert ist der Historische
Lesesaal, der auch gerne als Filmkulisse verwendet wird und auch die
Gratis-Sonderaustellungen im Foyer verdienen Beachtung.
Gleich gegenüber, in der Wilhelmstraße 7, ist
das MUT,
das Museum der Universität Tübingen, seit 10/2008 unter der Leitung
von Priv.-Doz. Dr. Ernst Seidl.
Kunsthalle, im Norden der Stadt, auf der Wanne.
Erfahrungsgemäß sind die angenehmsten Termine am Anfang der Kunsthallen - Ausstellungen.
Die Tübinger gehen vor allem gerne zu den Ausstellungseröffnungen der Kunsthalle,
jeweils am Vorabend einer neuen Ausstellung, da kostet der Eintritt nichts und man trifft
alle, die sich in Tübingen für Kunst interessieren. Seit 2010 ist Daniel J. Schreiber
geschäftsführender Kurator. Schon mit seiner ersten Ausstellung "Mel Ramos" hat er bewiesen, dass er
ein sehr gutes Händchen fürs Marketing hat. Zu erreichen mit den Bussen 5,13,17.
Achtung, rund um die Kunsthalle gilt Tempo 30, leider wird es mit Radarfallen auch
gründlich zum Abkassieren genutzt. Seit August 2006 ist ein Literaturcafe
in der Kunsthalle, geführt von Gottfried Schönweitz und Ulf Siebert.

Nicht nur das Thema Rousseau in 2001 hat eingeladen, neben der
Kunsthalle auch den Neuen
Botanischen Garten zu besuchen, der auf dem ebenen Luise-Wetzel-Weg nur 1 km
oder 15 Gehminuten von der Kunsthalle entfernt ist. Über den Neuen Botanischen Garten
kommt man auch zu Fuß zum idyllisch gelegenen Geographischen Landesmittelpunkt im
"Elysium", weiter geht es über den Stadtfriedhof und Alten Botanischen Garten
in die Altstadt. Die Dauer dieses angenehmen Spaziergangs ist etwa eine Stunde und es geht
immer bergab.
Wer
Skulpturen liebt, wird vielleicht einen Abstecher zum Skulpturengarten von Ugge
Bärtle (Eingang Ecke Frondsbergstraße / Föhrberg) machen, der in der Nähe des
Weges liegt. In der Stadt selbst werden Kunstfreunde lieber die Galerien
und andere interessante Läden besichtigen wollen oder gut essen gehen.
Mit dem neuen Leiter Karlheinz
Wiegmann ist das Stadtmuseum
im Kornhaus
in der Kornhausstraße wieder aktiv. Das bekannte, klein-feine Lotte-Reiniger- Museum
mit Scherenschnitten hat nun einen festen Platz. Es gibt viele weitere Heimatmuseen
in Ausflugsdistanz, z.B. auch das Museum für Volkskultur in Württemberg
im nahen Schloss Waldenbuch.
Auch in Waldenbuch wurde im September 2005 das Museum Ritter
eröffnet. Wer schon mit "quadratisch, praktisch, gut" die Ritter-Schokolade
assoziiert hat, kann jetzt auch dieses privat finanzierte Museum damit einschließen. Der
Andrang für das Museum Ritter ist riesig. Viele Besucher bewundern nicht nur die Sammlung
Marli Hoppe Ritter und andere Ausstellungen, sondern decken sich auch mit preiswerter
Ritter-Sport Schokolade ein.
Das Tübinger Zimmertheater ist eine wichtige Institution im
Kulturleben Tübingens. Das Landestheater Württemberg Hohenzollern Tübingen
(LTT) ist auch für die Region südlich und westlich von Tübingen von Bedeutung.
Nur 28km von Tübingen liegt auf der Schwäbischen Alb Melchingen,
dessen Theater
Lindenhof auch von Tübingern gerne besucht wird. Daneben gibt es noch
weitere Aufführungsplätze, wie das Vorstadttheater in der Katharinenstraße und viele
weitere Initiativen, die auf einer eigenen Theaterseite
zu finden sind.
Lobenswert
sind die vielen Privatinitiativen, um Tübingens Schätze auch für
Besucher und Touristen sichtbar zu machen. Obwohl sicher auch kommerzielle Interessen
dahinter stecken, so muss man doch das Engagement und die unendliche Liebe zur Sache
betonen. Ein gutes Beispiel ist der Boxenstop, das Privatmuseum
des Busunternehmers Rainer Klink in der Brunnenstraße. Mit seinen Retromotor
Oldtimertreffen hat er viele Menschen nach Tübingen gebracht und mit dem Spielzeug in
seinem Museum viele Kinder glücklich gemacht.
Einige Nummern größer ist das neue, auch noch in Reichweite Tübingens sich
befindliche, Mercedes-Benz Museum in Stuttgart, das am 19. Mai
2006 eröffnet wurde. Der Besuch kann uneingeschränkt empfohlen werden.
Mit der Kulturbahn
erreicht man über eine wunderschöne Route Pforzheim. Am Weg die attraktiven Ziele Horb,
Nagold, Calw und Hirsau, alle einen Stop
wert. Super preiswert wird dieser Ausflug, wenn man zu fünft unterwegs ist.
Auch viele Schulen sind sehr aktiv in Kultur (z.B. die Freie
Walddorfschule). Konzerte, Theaterstücke, aber auch Märkte, bereichern das
Kulturleben. Diese Veranstaltungen werden vor allem gerne von den Angehörigen besucht,
locken aber auch anderes Publikum.
Der Verein Kultura kümmert sich ums regionale Kulturleben und
publiziert das Online-Magazin kultura-extra.
Von Hella Mohr gibt es die "Historische G'schichtle aus em
Schwobeländle", auch im Internet (dort
ist auch der interessante Festvortrag zum Isolde Kurz Jubiläum). Der Tübinger Robert
Wedig schuf in Courchaton in seinem La Grenelle einen Platz
für Kellerkonzerte.
Ein überregional bemerkenswertes
Kultur-Großereignis ist das Tübinger Bücherfest, das in der Regel alle zwei
Jahre die gesamte Altstadt zur Bühne für Literatur verwandelt. Es lohnt sich die Reise
so zu planen, dass man an diesem Wochenende in Tübingen ist.
Wesentliche Kulturträger sind auch in Tübingen die Kirchen,
allen voran die zentrale evangelische Stiftskirche.
Auch die katholische Johannesgemeinde
ist im Netz, damit sind fast alle größeren Kirchen mit ihren Aktivitäten im Netz
vertreten und man kann sich auch von außerhalb Tübingens über besondere Ereigniss
informieren. Tübingen hat durch die Wahl von Joseph Ratzinger (der hier von 1966 bis 1969
neben Hans Küng unterrichtete) zum Papst Benedikt XVI. neue
Aufmerksamkeit bekommen.
Sehr auffallend und meist auch extrem
störend sind die unzähligen Wandschmierereien. Aber es gibt auch
wirklich künstlerische Graffitis (z.B. auch von Tobias Reif), denen man auch durchaus mehr offiziellen Raum geben
sollte. Die geplagten Hausbesitzer würden es danken!
Tübingen hat u.a. dank Volker Lamm (Museum und
Blaue Brücke), Stefan Paul und Egon Nieser (Arsenal und Atelier) eine ausgeprägte Kinokultur.
Das Kinoprogramm kann sich mit jeder Großstadt messen und Sonderevents
(des Vereins Filmtage
Tübingen oder der BEWEGTEN
BILDER) bereichern zusätzlich das Angebot. Die Kinoräumlichkeiten sind
allerdings zum Teil immer noch bescheiden.

Studium
Generale im Kupferbau. Gratis und perfekte Weiterbildung am frühen Abend. Und man
trifft auch nette Leute. Früh kommen, die Veranstaltungen sind meist gut besucht. Parken
neben dem Kupferbau und in der Gmelinstraße entlang des Stadtfriedhofes. Einige
Vorlesungen gibt es auch als Videos
im Internet.
Auch die Sternwarte
in der Waldhäuserstr. 70 ist ein guter Platz, um zu lernen (siehe auch die Homepage des Astronomischen Instituts
der Universität Tübingen) und neuerdings auch, um zu genießen.
Die Volkshochschule
(VHS) ist in der Südstadt, im Loretto, Katharinenstr.18. Deren Termine korrespondieren
mit den Schulferien, nicht mit den Semesterferien der Uni. In VHS Kursen und Reisen kann
man leicht gleich interessierte Menschen kennen lernen!
Da ehemalige Bewohner (Kekse) des Leibnizkollegs danach fragen: Das
Leibniz Kolleg
Tübingen existiert immer noch unverändert in der Brunnenstraße 34.

Viele ausländische Besucher lernen in Tübingen deutsch, im SIT, dem Sprachinstitut Tübingen,
in der Südstadt. Im d.a.i.,
dem Deutsch-Amerikanischen Institut in der Karlstr. 3, findet man die USA - Oase in
Tübingen. Das französische Gegenstück ist das Institut Culturel Franco Allemand,
das Deutsch-Französische Kulturinstitut in der Doblerstr. 25.
Seit 1998 ist auch die Hochschule für
Kirchenmusik (HKM) in Tübingen, im wunderschönen Schwabenhaus, neben dem
Neckarmüller in der Gartenstraße 12.
Eine wunderbare, kulturelle Einrichtung ist die Samstagsmotette in der
Stiftskirche. Jeden Samstag um 20h, außer in den Sommerferien, und gratis. Und
fast immer mit einem hörenswerten, geistlichem Musikprogramm. Die Motette ist ein guter
Ersatz für den Sonntaggottesdienst. Die schon von Papst Leo IX. dem St.Georg geweihte
Kirche wird auch als Konzertsaal genutzt und man sollte sich auf ihrer Homepage vor allem auch
die Fotos des virtuellen Rundgangs anschauen.
Freunde des Gesangs finden leicht Kontakt in einem der vielen Chöre. Die Auswahl ist riesig. Einfach zu den
Konzerten gehen und die ChorleiterInnen ansprechen. Fast überall werden Sänger
gesucht.
Tübingens
Musikszene wird gerne unterschätzt, vor allem
weil die Tübinger Kopfmenschen ihr Geld eher für Bücher als für Musik ausgeben. Aber
die lokale Musikszene ist riesig, ihr Potenzial könnte bei entsprechender Förderung
wesentlich besser ausgeschöpft werden.
Neuer Botanischer Garten, seit 1969 auf der Wanne. Besonders
interessant ist der im Fuchs-Jahr 2001 neu gestaltete Arzneipflanzen- und
Heilkräuter-Garten. Mit dem Bus 5 oder zu Fuß durch das sehr schöne Elysium mit dem
Mittelpunkt Baden-Württembergs gut zu erreichen. Zu jeder Jahreszeit attraktiv, auf 10 ha
Fläche kann man kostenlos 12000 Pflanzen, von den Tropen bis zum Alpinum, bewundern. Er
bietet sich auch nach einem Kunsthallenbesuch als Ziel eines schönen, ebenen Spaziergangs
an. Er schließt aber schon früh!
Im Jahre 2001 wurde des berühmten Botanikers Leonhart Fuchs
("Fuchsie") 1501 - 1566 gedacht. Wer das nächste Mal am Kräuterbuch
beim Nonnenhaus vorbeigeht, kann einen Blick in den kleinen, aber liebevoll eingerichteten
Kräutergarten werfen. Überall in der Stadt, besonders auffällig an der Neckarbrücke,
war der prächtige Fuchsienschmuck zu bewundern. Ein großes Lob an die
Initiatoren, sie haben Tübingen wirklich attraktiver gemacht.
Die Studis schätzen das Angebot vom Zentrum Zoo
(Schleifmühleweg 86) und vom Sudhaus. Ein alternatives Angebot hat das Depot (in der
Eisenbahnstraße). Im Sudhaus (Hechingerstr. 203) wird auch das Programm der Wüsten
Welle gemacht. Mehr Infos zum Tanzen, das in Tübingen eine große
Rolle spielt, gibt es auf einer eigenen Seite. Übrigens, der SWR Sender sammelt Tübinger Geräusche! Eine lobenswerte Sache, vor allem für
jene, die von Heimweh nach Tübingen geplagt werden.
Im Parterre des Kulturamts, der Kulturhalle,
Nonnengasse 19, gibt es in unregelmäßigen Abständen Sonderausstellungen. Der Einbau
einer Fußbodenheizung im Herbst 2001 hat die Kulturhalle wesentlich besser nutzbar
gemacht. Jetzt fehlen nur noch ein akzeptabler Eingangsbereich und eine etwas
ansprechendere Fassade! (Die Kulturhalle ist immer noch ziemlich unbekannt, sie ist neben
der Stadtbücherei,
beim Nonnenhaus! Früher war in diesem Raum übrigens die Elektrozentrale des ersten
Tübinger Kraftwerks.)
Besuche den alten Stadtfriedhof neben dem Kupferbau.
Nicht nur die Gräber berühmter Persönlichkeiten, sondern auch das Grabfeld X. Der
Stadtfriedhof ist ein zentrales Kulturdenkmal und eine der gepflegtesten
Anlagen Tübingens. Er steht nach langem Hin und Her weiterhin der Tübinger Bevölkerung
als aktiver Friedhof zur Verfügung.
Die originellen Holzfiguren in
der Stadt (z.B. beim BVV ) stammen aus der Hand und Kettensäge von Manfred Martin
(*1956), Sudhaus, Hechinger Str. 203, 72072 Tübingen. fon 07071 - 760 977.
Durchaus interessant ist auch das Kunsthandwerk,
das sich nicht nur in Geschäften (wie Töpfereien) präsentiert, sondern auch bei häufig
stattfindenden Kunstmärkten (meist rund um das Nonnenhaus oder beim Markt der
Möglichkeiten an der Jakobuskirche) seine Produkte zeigt. Wer kompetente
Gesprächspartner für die Tübinger Kunstszene sucht, unterhält sich mit Frau Wenke, fragt Michael Raffel oder
wendet sich an den Fachbereich
Kultur (früher Kulturamt, mit der neuen Leiterin Daniela Rathe). Viel
erfährt man auch im Kulturnetz
Tübingen, dem Portal für Kunst und Kultur in Tübingen, mit dem sich
regelmäßig treffenden, für alle offenen Runden Tisch Kultur.
Szenetreffs sind tagsüber das Piccolo (Metzgergasse 39, gegenüber vom
Nonnenhaus am Ammerkanal) und abends das Centrale (Doblerstraße 10,
etwas unterhalb vom Kunstamt, in der Doblerstraße 21).
Viele Denkmäler und Inschriften zeugen von der
großen und langen Kulturgeschichte Tübingens. Vor allem die Universität hat überall
ihre Spuren hinterlassen(z.B. auch im Karzer
in der Münzgasse. Er ist meist geschlossen, dafür kann man ihn virtuell
besuchen). Es lohnt sich beim Spazieren gehen die Namen dieser Menschen (z.B.
Alzheimer) zu notieren und dann im Lexikon über die mehr oder weniger noch heute
berühmten Persönlichkeiten nachzulesen.
Nicht allen erwähnenswerten
Denkern, Dichtern und Künstlern wurde - wie bei Hölderlin - ein Turm mit eigenen
Gedenkräumen eingerichtet (Hölderlin-Gesellschaft e.V.). Wer sich für
spezielle Bereiche der Kunst- und Kulturgeschichte Tübingens interessiert, wird auf die Literatur zurückgreifen müssen! Wichtige Kulturträger sind
auch in Tübingen internationale Klubs, wie Lions,
Rotary, Round Table, Schlaraffia
und Soroptimist.
Einladungen zu Tübinger Kultur-Events sind übrigens auch schöne Geschenke
für Verwandte und Bekannte aus dem Umkreis. Da Informationen und Tickets außerhalb der
Stadt Tübingen nicht immer leicht zu bekommen sind, kann man sich als Ortskundiger hier
verdient machen und nicht nur den Gästen, sondern auch sich selbst einmal einen
gemeinsamen, schönen Abend oder ein schönes Wochenende bereiten.
Hat nun Tübingen genügend Freizeit- und Kulturangebote? Sicher,
für eine Kleinstadt mit etwa 90.000 Einwohnern ist das Angebot überwältigend, aber für
die Ansprüche von den immer anspruchsvolleren StudentInnen wird es wahrscheinlich nie
reichen. Viele von ihnen denken bei Tübingen sofort eher an Trübingen,
manche greifen zur Selbsthilfe und andere resignieren. Wie heißt es so schön: Woanders
geht man aus, in Tübingen geht man weg. Besonders Jugendliche
kommen nicht auf ihre Kosten, ihre Bedürfnisse werden vernachlässigt. Schade, wie sollen
sie dann später ihre Stadt mögen?
Für weitere Hinweise bin
ich stets dankbar.
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