| Die Tübinger essen tagsüber gerne preiswert aus der
Hand (Snacks vom Bäcker, Döner, Falaffel). Vor allem das Angebot ausländischer
Mitbürger hat das kulinarische Leben in der Stadt immens bereichert. Praktisch für die
Studis und durchaus akzeptiert sind die diversen Angebote der Mensa!
Einige Restaurants bieten werktags einen preiswerten Mittagstisch an. Da kann man dann doch einmal auf den LKW (LeberKäsWecken) verzichten. Aber auch das Standardangebot, wie beim Italiener Da Giovanni im Tennisclub, Gartenstraße 80, ist für einen guten Lunch zu empfehlen. Der hat auch keinen Ruhetag (am Abend sollte man allerdings reservieren). Für schwäbische Küche empfiehlt sich die Weinstube Rebstock, in der Ammergasse 12, (z.B. Maultaschen oder Rostbraten), sie bietet auch einen Mittagstisch an. Schwäbische Maultaschen, geschmelzt, aus der Weinstube Rebstock Gleich daneben, beim Tübinger Zuckerbäcker kann man übrigens sehr gute Torten und Kuchen genießen. Für eine gemütliche Kaffeepause bietet sich das Cafe Binder in der Nonnengasse 4 an. Gutes chinesisches Essen, das man auch mit dem Auto abholen kann, gibt es täglich von 11 bis 22.30h im China - Thai - Wok - Express - Imbiss, Herrenberger Straße 42. Susies Mittagstisch ist jetzt im Ritter am Stadtgraben erhältlich. Schwäbische Spezialitäten und einen schönen, größeren Nebenraum im ersten Stock, bestens geeignet für Familien-, Betriebs- und Weihnachtsfeiern, findet man im Herzen der Altstadt in der Historischen Weinstube Forelle (Kronenstraße 8). Für Konferenzen und Tagungen im Kupferbau kann man (neben der Mensa, die So zu ist) in folgende Restaurants u.a. ausweichen: Richtung Altstadt WOK-IN, Wurstküche, Ritter (Am Stadtgraben 25), Gutenberg (Lange Gasse 12) und vegetarischer Imbiss Kichererbse (Metzgergasse 2). Richtung Österberg Pizzeria Unckel (Wilhelmstr.17), Bistro La Boheme (Nauklerstr. 22), Irish Pub Saints and Scholars (Wilhelmstr. 44) und weiter weg das Meteora (Weizsäckerstr.1). Beliebte Treffpunkte für Freunde am Samstag zu Mittag sind das Il Dolce, Schöne Aussichten, die Kelter in der Schmiedtorstraße, das Piccolo beim Nonnenhaus, und Ludwigs beim Zinserdreieck.
Auch am Abend wird man nicht verhungern, viele Kneipen (oft so voll, dass man kaum noch hinein kommt) und multi-kulti Restaurants werden die Abende in Tübingen in angenehmer Erinnerung halten. Achtung, manche In-Restaurants haben völlig überzogene Preise, vorher die Speise- und vor allem auch die Getränkekarte checken! Wenn man mit einer Gruppe nach Tübingen kommt, unbedingt vorher anrufen und reservieren. Immer wieder sind Betriebe kurzfristig geschlossen, werden renoviert oder suchen gerade einen neuen Pächter.
Wer nicht durch Rauch gestört werden will, muss leider inzwischen wieder selbst darauf achten. Aber Schilder und noch mehr der Gestank sind deutliche Signale, diese Orte zu meiden. Zum Glück gibt es genügend Alternativen. Jeder Besucher, der nach Tübingen kommt, muss hier auch ein Eis essen. Die Auswahl ist groß.
Denselben Besitzer wie der Hirsch hat die Rosenau beim (neuen) Botanischen Garten auf der Morgenstelle, das bevorzugte Lokal der Tübinger Professoren für ihre Gäste aus aller Welt. Einen wunderbaren Blick auf die Tübinger Altstadt hat man von der Terrasse des Restaurants Mauganeschtle (Eingang Hotel am Schloss). Regionale (u.a. mit vielen Arten von Maultaschen), aber auch saisonale Internationale Küche. Mit Restaurantgutscheinen kann man Menschen, die gerne gut essen, ein erfreuliches Geschenk bereiten. Catering und Party Service machen in Tübingen die Metzgerei Kiesinger, Feinkost- Metzgerei Truffner, das Mauganeschtle, die Rosenau, das Museum und Armin Müller's "Zu Diensten". Damit ist man vom Strassenfest über die Grillparty bis zum Galaempfang bestens gerüstet. Eine bewährte Adresse außerhalb Tübingens ist die Firma Siedler in Gruol. Weinhaus Fritz Schmid, Jakobsgasse 22. Große Auswahl an heimischen Weinen. Schnuckelige Weinstube (Sakristei) mit Stammtisch. Ist von außen ganz unscheinbar, aber hat es in sich.
Laue Sommernächte locken zum Sitzen auf dem Marktplatz, Tübingens 'Guter Stube'. Das Bier dazu holen sich die Insider vom Boulanger (bitte Gläser wieder zurückbringen!), die Pommes und die Currywurst vom einzigartigen X Imbiss in der Kornhausstraße 6. Das X (fon 07071 - 2 49 02) existiert schon seit 1972. Mit dem gelungenen Umbau in 2005 hat es seine Position als Tübinger Kultgaststätte ("gut, schnell und preiswert") mit internationalem Ansehen weiter gefestigt. Sehr gemütlich ist es beim Gutenberg, Lange Gasse 12. Im kleinen Nebenzimmer kann man auch Familienfeste feiern.
Kneipe Boulanger, Collegiumsgasse 2. Inhaber ist seit 1999 Andreas Marx. Urige Tübinger Kneipe und hoffentlich bleibt sie noch lange so, wie sie ist. Empfehlenswert ist das LUCA ( = Lustnauer Café ) in Lustnau, direkt gegenüber vom Lustnauer Einkaufszentrum. Prima Kaffee, kleine Mittagsgerichte, nettes Personal, abends manchmal mit originellen Veranstaltungen. Gelegentlich Musik hört man in der Gaststätte Herzog Ulrich, beim LTT um die Ecke. Ein beliebter Treffpunkt vieler junger Leute in der alten Südstadt. Kleiner, origineller Gastgarten für den Sommer. Afro-Caribbean Kitchen gibt es im Bongoroots - Imbiss in der Südstadt (Eugenstraße 24). Dort ist auch das Stammhaus der Bushman Chocolate. Viele VHS Besucher treffen sich im Loretto, der Treffpunkt im Französischen Viertel ist das Cafe Latour. An Sommerabenden sollte man die Bootsfahrten an der Neckarbrücke genießen. Buchung von Stocherkahnfahrten im Verkehrsverein. Nach dem Bootsfahren kann man sich im Casino am Neckar oder beim Neckarmüller bei einem frischen Bier in den Biergärten entspannen.
Guten, preiswerten Kaffee gibt's auch im Hanseatica, dem Hanse ('Cafe Senkrecht') in der Hafengasse. Treffpunkt von Generationen von StudentInnen. Herber Charme, hat seit 1.12.99 einen neuen Besitzer (dem auch das Chocolat gehört), wird aber ganz im gewohnten und geliebten Stil weitergeführt. Viele Lustnauer schwören auf das gute Essen in der Alten Krone (Kreuzstr. 21. jugoslawisch, auch unter neuer Leitung eine Empfehlung). Gut essen kann man im Schloss Hohenentringen (Zufahrt nur über Tübingen-Hagelloch). Leider sind die Preise fürs durchschnittliche Studentenbudget zu hoch. Es hat einen neu gestalteten Gastgarten, ist aber als Platz für romantische Sonnenuntergänge nicht mehr geeignet. In Hagelloch isst man gut in der Gaststätte Grüner Baum, etwas versteckt und abseits der Durchgangsstraße, Am Dorfbrunnen 27. Tübingens einziger McDonald's ist (mit drive-in) in der Reutlinger Staße 66, weit außerhalb des Zentrums. Ein Subway ist im Depot Areal, ebenfalls in der Reutlingerstraße 45 - 61, ein weiterer am Europaplatz3 in Bahnhofsnähe. Burger-King hat eine Filiale im Hauptbahnhof. Es gibt keine Pizza-Hut im Stadtgebiet von Tübingen. Wer die internationale Abwechslung schätzt, kann - neben den auch hier zahlreichen chinesischen Restaurants - auch indisch essen (Indisches Restaurant Tulsi - Palace, Wilhelmstraße 88). Das ehemalige Brio im Französischen Viertel, Aixer Strasse 23, hat unter dem Namen La Mancha als Tapasbar wieder geöffnet. Neben einem reichhaltigen Angebot an spanischen Tapas gibt es auch Paella auf Vorbestellung. Leider gibt es immer noch kein Japanisches Restaurant in Tübingen. Aber immerhin hat die American Bar Japgo in der Schaffhausenstr. 113, im Industriegebiet, einen Anfang gemacht. Das nächste Running Sushi Restaurant Ginza ist in Reutlingen (Albtorplatz 3). Man kann in Tübingen nicht 'einfach so tanzen gehen'. Es gibt keine Tanzcafes mehr. Tanzangebote haben die Tanzschulen (z.B. Olaf S. am Europaplatz 5) und die Discos (z.B. Sudhaus). Tübingen ist eine Hochburg für Argentinischen Tango und zunehmend auch für Salsa. Mehr Tanzinfos für Interessierte. Alternative Jugendliche finden sich im Jugendhaus (Epple-Haus). Treffpunkt der Senioren ist die Begegnungsstätte Hirsch im Zentrum der Altstadt, mit einem ausgezeichneten und sehr gerne angenommenen Veranstaltungsprogramm. Restaurants und Gaststätten in der nahen Umgebung von Tübingen (z.B. wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist): Sonne in Rottenburg-Oberndorf (die feurige Gastronomie im Sonnenzentrum). Im Neckartal, in Tübingen-Bühl, kann man im Gasthof Germania gut essen und übrigens auch mit großen Gesellschaften bestens feiern. Für Rottenburg empfehle ich den gut bürgerlichen Württemberger Hof oder etwas einfacher den Hirsch in Bahnhofsnähe. Im Herbst kann man gemütlich, originell und preiswert in unzähligen Besenwirtschaften der Umgebung sein Viertele schlotzen. In Unterjesingen, beim Bahnhof Unterjesingen Mitte der Ammertalbahn, gibt es z.B. den Maichle-Besen (Winzerstraße 8, fon 07073-7408). Noch viel mehr Informationen zu Wein und Besenwirtschaften gibt es auf meiner Wein-Seite, schau nur rein! Wer hier nicht fündig wurde, kann auch andere Internetseiten zu Rate ziehen, z.B. Restaurant - Kritik. Da sich die Angebote rasch ändern, bin ich für Korrekturen und neue Tipps stets dankbar (E-Mail). Leider erreichen mich immer wieder Beschwerden über die Qualität der Tübinger Lokale, sowohl von Tübingern, wie auch von Gästen von außerhalb. Nicht immer kann ich darauf reagieren und die betroffenen Gaststätten aus meinen Tipps entfernen, weil ich ja nicht alles selbst überprüfen kann. Aber vielleicht achten Wirte und Besitzer selbst mehr auf die Informationen, die sie von unzufriedenen Gästen bekommen. Ich selbst bedaure die schlechte Qualität der Internetauftritte, sofern sie überhaupt vorhanden sind. Auf vielen Homepages der Locations fehlen Fotos vom Interieur. Gerade wer von außerhalb einmal auch in Tübingen reservieren will, ist auf diese Informationen angewiesen! Hauptkritikpunkte waren der Rauch und der damit verbundene Gestank (dieses Problem ist durch die Existenz der Raucherkneipen, wo die Raucher unter sich sind, inzwischen entschärft), unfreundliche und unkompetente Bedienung, falsches Herausgeben, zu lange Wartezeiten, schlechtes Preis-Leistungsverhältnis, unzureichende Toiletten und auch die Wirte und Wirtinnen selbst geben nicht immer ein gutes Bild ab. Die Zeiten, wo man dankbar war überhaupt einen Platz in einem Restaurant zu bekommen, sind vorbei. Die Konkurrenz ist gross geworden und das Geld knapp. Also muss die Bedienung ein Mindestmaß an Freundlichkeit bieten. Dies gilt auch für Wirte. Dazu gehört auch, dass sie korrekt abrechnen. Gerade wenn eine Rechnung geteilt wird, verrechnet man sich gelegentlich, leider immer zu Ungunsten des Gastes, der dies schlicht und einfach als Betrug ansieht. Da er es zu spät merkt oder zu höflich ist, reklamiert er meist nicht sofort, aber er reagiert durch Nichtwiederkommen und schlechte Presse. Drohen zu lange Wartezeiten, sollte man keine neuen Gäste mehr akzeptieren. Leitet man sie höflich weiter, ist dies kein großes Problem, aber müssen sie länger als 20 Minuten auf das Essen warten, regieren sie sauer. Beim Preis-Leistungverhältnis werden vor allem immer die Getränkepreise kritisiert. Viele empfinden sie einfach als Nepp. Bei den Toiletten wird nicht nur die Sauberkeit, sondern auch die Ausstattung kritisiert. Es ist mir unverständlich, dass viele davon z.B. über keine Kleiderhaken verfügen. Soll man sein Jackett auf den Boden legen? Die Antworten der Wirte über Beschwerden für mangelnde Kleiderhaken sind abenteuerlich. "Sie werden gestohlen!" oder "Ich will nicht, dass sich einer aufhängt!", letzen Endes aber ist es m.M. nur die Arroganz der Wirte, die dafür verantwortlich ist. Das anhaltende Kneipensterben in Tübingen sollte doch aufrütteln. Nicht immer sind äußere Umstände daran schuld, wer nicht auf seine Kunden eingeht, muss sich nicht wundern, wenn sie wegbleiben. Das gilt im Großen auch für die ganze Stadt. Das Verhalten mancher Ordnungskräfte legt nahe, dass man Tübingen vielleicht doch nicht mehr besuchen soll. |
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